Was kostet 100 km Strom E-Auto – und wie fahren Sie 2026 spürbar günstiger
Man steht an der Ladesäule, hält die Ladekarte dran – und während das Auto lädt, kommt unweigerlich die Frage auf: Was…
Rechner
Die WLTP-Angabe im Prospekt gilt für 23 °C und ein mildes Fahrprofil. Im Alltag entscheiden Temperatur, Tempo und Heizung — hier sehen Sie, wie viel davon übrig bleibt.
Zwei Effekte überlagern sich, und nur einer davon ist der Batterie anzulasten.
Die Batterie selbst. In einer Lithium-Ionen-Zelle laufen die chemischen Vorgänge bei Kälte langsamer ab, der Innenwiderstand steigt und ein Teil der gespeicherten Energie ist schlicht nicht abrufbar. Bei 0 °C sind typischerweise 10 bis 15 Prozent weniger nutzbar, bei −10 °C bis zu 25 Prozent. Dieser Anteil kommt zurück, sobald die Batterie wieder warm ist — verloren ist er nicht.
Die Heizung. Ein Verbrenner heizt mit Abwärme, die ohnehin anfällt. Ein E-Auto hat diese Abwärme nicht und muss den Innenraum aus dem Fahrakku heizen. Ein elektrischer Heizstab zieht dauerhaft 2 bis 4 kW — bei Tempo 50 sind das mehr als 5 kWh auf 100 Kilometer, also fast ein Drittel des Fahrverbrauchs. Eine Wärmepumpe transportiert Wärme, statt sie zu erzeugen, und braucht dafür etwa ein Drittel der Energie.
Und das Tempo. Der Luftwiderstand wächst im Quadrat zur Geschwindigkeit. Von 100 auf 130 km/h steigt allein dieser Anteil um rund 70 Prozent. Auf der Autobahn ist Tempo deshalb der größere Hebel als die Temperatur — deshalb rechnet dieser Rechner die Geschwindigkeit quadratisch und nicht mit einem pauschalen Aufschlag.
Der Rechner kombiniert vier Effekte, die sich messbar auf den Verbrauch auswirken:
Die Faktoren beruhen auf veröffentlichten Wintertests und Herstellerangaben. Es handelt sich um eine Schätzung, nicht um eine Messung Ihres Fahrzeugs.
Wenn Sie wissen, wie weit Sie kommen — hier sehen Sie, was die Ladung kostet.
Ladekosten-Rechner E-Auto vs. Verbrenner