Mit dem E-Auto in den Urlaub: Laden in Europa
Steckertypen, Bezahlsysteme und Preisniveaus unterscheiden sich von Land zu Land. Was Sie vor der Fahrt über die Grenze wissen sollten.
Steckertypen: in Westeuropa einheitlich
Die gute Nachricht: In der gesamten EU sind Typ 2 für AC und CCS2 für DC der verbindliche Standard. Wer in Deutschland laden kann, kann es auch in Frankreich, Italien, Spanien oder Skandinavien.
Ein Adapter ist innerhalb der EU nicht nötig. Anders sieht es in Großbritannien und der Schweiz an älteren Anlagen aus, wo vereinzelt noch abweichende Anschlüsse in Betrieb sind.
Preisniveau: die Unterschiede sind groß
Die Preise pro kWh unterscheiden sich europaweit erheblich. In Norwegen und Schweden liegen sie deutlich unter dem deutschen Niveau, in den Niederlanden und Italien eher darüber; Österreich und Frankreich liegen ungefähr gleichauf mit Deutschland.
Entscheidend ist weniger das Land als der Anbieter: Ein Roaming-Aufschlag im Ausland kann den kWh-Preis fast verdoppeln. Vor der Reise lohnt der Blick, welche Netze der eigene Ladetarif im Zielland ohne Aufschlag abdeckt.
Routenplanung vor der Abfahrt
- Zwei bis drei Ladekarten verschiedener Anbieter mitnehmen — Netzabdeckung variiert stark.
- Kreditkarte als Rückfallebene: an neueren Säulen ist Ad-hoc-Zahlung inzwischen Pflicht.
- Ladestopps eher großzügig planen; in ländlichen Regionen Südeuropas ist das Netz dünner.
- Bergstrecken kosten überproportional Reichweite — auf der Rückfahrt ins Tal kommt ein Teil per Rekuperation zurück.