THG-Quote für E-Auto-Fahrer: So sichern Sie sich die Prämie
Wer ein E-Auto zugelassen hat, kann die eingesparten Emissionen jährlich verkaufen. Wie das Verfahren funktioniert und worauf beim Anbieter zu achten ist.
Was ist die THG-Quote überhaupt?
Mineralölkonzerne sind gesetzlich verpflichtet, die Treibhausgasemissionen ihrer verkauften Kraftstoffe zu senken. Erreichen sie die Quote nicht, müssen sie Zertifikate kaufen — unter anderem von Haltern eines Elektrofahrzeugs.
Da ein E-Auto lokal emissionsfrei fährt, entsteht ein handelbarer Emissionsvorteil. Vermarktet wird er über Dienstleister, die viele Fahrzeuge bündeln und den Erlös auszahlen.
Wie viel Geld gibt es?
Die Prämie schwankt stark mit dem Marktpreis für Zertifikate. In den Anfangsjahren wurden über 300 € gezahlt, inzwischen liegen realistische Angebote je nach Jahr und Anbieter meist zwischen 70 und 150 €.
Wichtig: Die Prämie gilt pro Fahrzeug und Kalenderjahr und steht dem in der Zulassungsbescheinigung Teil I eingetragenen Halter zu — nicht dem Fahrer und nicht dem Leasinggeber.
Worauf bei der Anbieterwahl achten?
- Feste Auszahlungssumme statt „bis zu"-Versprechen bevorzugen.
- Auszahlungsfrist prüfen — seriöse Anbieter zahlen innerhalb von acht bis zwölf Wochen.
- Keine automatische Vertragsverlängerung über mehrere Jahre akzeptieren.
- Benötigt wird nur ein Foto des Fahrzeugscheins; wer mehr Daten verlangt, ist zu meiden.