Ladekarten im Vergleich: Welcher Tarif passt zu Ihrem Fahrprofil?
Grundgebühr oder nicht, Roaming-Aufschläge, Blockiergebühren: Der günstigste Tarif hängt allein davon ab, wie oft und wo Sie laden.
Die drei Tarifmodelle
Am Markt haben sich drei Grundmodelle etabliert: Tarife ohne Grundgebühr mit höherem kWh-Preis, Tarife mit monatlicher Grundgebühr und vergünstigtem kWh-Preis, sowie das Ad-hoc-Laden per App oder Karte ganz ohne Vertrag.
Der Break-even zwischen den ersten beiden liegt meist bei etwa 150 bis 250 kWh im Monat — das entspricht ungefähr 800 bis 1.300 Kilometern öffentlich geladener Fahrleistung.
Welcher Tarif für welches Fahrprofil?
- Heimlader mit Wallbox: Tarif ohne Grundgebühr, nur für gelegentliche Ladestopps unterwegs.
- Laternenparker ohne Wallbox: Grundgebührtarif mit gutem AC-Preis rechnet sich fast immer.
- Vielfahrer auf der Langstrecke: Auf den HPC-Preis und die Netzabdeckung an Autobahnen achten.
- Pendler mit Laden beim Arbeitgeber: oft reicht Ad-hoc-Laden als reine Rückfallebene.
Typische Kostenfallen
Der größte Posten sind Roaming-Aufschläge: Laden Sie an einer Säule, die nicht zum Netz Ihres Anbieters gehört, kann der kWh-Preis um 30 bis 60 % steigen. Vor dem Ladestopp in der App prüfen, ob die Säule zum eigenen Netz zählt.
Zweiter Punkt sind Blockiergebühren nach Ablauf einer Freizeit — meist ab der 60. oder 240. Minute. Wer am Schnelllader übernachtet, zahlt hier deutlich drauf.