Batterie-Lebensdauer: Was dem Akku wirklich schadet
Zwischen Mythos und Messwert: Welche Gewohnheiten die Kapazität langfristig kosten — und welche Sorgen unbegründet sind.
Kalendarische und zyklische Alterung
Eine Batterie altert auf zwei Wegen. Die zyklische Alterung entsteht durch Laden und Entladen und ist unvermeidbar. Die kalendarische Alterung läuft dagegen auch im Stillstand ab — beschleunigt durch hohe Temperatur und hohen Ladestand.
Praktisch heißt das: Ein Auto, das wochenlang bei 100 % in der Sonne steht, verliert mehr Kapazität als eines, das regelmäßig gefahren und bei mittlerem Ladestand geparkt wird.
Was stimmt — und was nicht
- Mythos: Schnellladen zerstört den Akku. Gelegentliches HPC-Laden ist unkritisch; moderne Thermomanagement-Systeme regeln die Leistung selbst herunter.
- Stimmt: Dauerhaft 100 % Ladestand schadet. Für den Alltag genügen 80 %.
- Stimmt: Tiefentladung auf unter 5 % sollte vermieden werden, besonders vor längeren Standzeiten.
- Mythos: Der Akku ist nach acht Jahren defekt. Reale Flottendaten zeigen nach 200.000 km meist noch über 85 % Restkapazität.